Ratgeber
Syrische und türkische Baklava: der Unterschied
Beide Traditionen teilen viel – den feinen Teig, die Pistazie, den Sirup. Und doch schmeckt man den Unterschied.

Eine gemeinsame Geschichte
Baklava ist im ganzen östlichen Mittelmeerraum zu Hause. Über Jahrhunderte haben sich Rezepte zwischen Istanbul, Aleppo, Damaskus und Beirut ausgetauscht. Deshalb gibt es viele Sorten in beiden Ländern – oft unter anderem Namen.
Die wichtigsten Unterschiede
| Syrische Art | Türkische Art | |
|---|---|---|
| Teig | Blätterteig und sehr viel Kadaifi (Teigfäden) | Vor allem Blätterteig in vielen Lagen |
| Nüsse | Viel Pistazie, oft ganze Kerne, auch Cashew | Pistazie (Antep) oder Walnuss, meist fein gehackt |
| Sirup | Eher leicht, die Nuss steht im Vordergrund | Oft reichlich, sehr saftig |
| Typische Sorten | Ballorieh, Osmanlieh, Vogelnest, Kol w Shkur, Maamoul | Havuç dilimi, Şöbiyet, Burma Kadayıf, Sarma |
Natürlich gibt es in beiden Ländern grosse regionale Unterschiede. Die Tabelle zeigt typische Tendenzen.
Gleiche Sorte, anderer Name
- Mabruma heisst in der Türkei Burma Kadayıf.
- Vogelnest (Aisch albulbul) kennt man als Bülbül Yuvası.
- Kunafa heisst auf Türkisch Künefe.
- Midye ist in beiden Ländern als Muschel-Baklava bekannt.
Frisch aus Zürich statt importiert
In der Schweiz wird vor allem türkische Baklava verkauft, die verpackt aus der Türkei kommt. Wir backen syrische Baklava jeden Tag frisch in Zürich. Probieren Sie den Unterschied: zum Sortiment.
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